Mittwoch, 22. Oktober 2014

Man kann nicht einfach von einem Berg zum anderen kommen, ohne vorher ins Tal fahren zu müssen

Die letzten Wochen hat man ja nicht so viel von mir gehört (wenn man mal noch meinen alten Blog mit einbezieht). Das lag vor allem daran, dass ich eine Woche lang krank war und mir es dieses Mal unglaublich wichtig war so SCHNELL WIE MÖGLICH gesund zu werden. Demnach ich ein paar mal nicht im Stall war, es an anderen Tagen so stark geschifft hat, dass jegliche Arbeit undenkbar gewesen wäre (wir haben keine Reithalle...) und man zu guter Letzt als Zwölftklässler schauen sollte, dass man für Tests einigermaßen vorbereitet ist (und davon schrieben wir eine Menge). So blieb sehr wenig Zeit für die Moni. Aber jetzt sind ja Ferien!

Tja, was ist jetzt passiert?
Nach einem ganz gut gemeisterten ersten Turnier bin ich das Reiten ein wenig entspannter angegangen und habe den Focus mehr auf die größeren Baustellen gesetzt. Dem Anhänger und dem Longieren. Leider sind wir nicht im Besitz eines Anhängers, müssen also wenn wir das Verladen trainieren wollen, jemanden fragen, ob er uns seinen Hänger zur Verfügung stellt, also bleibt bloß noch das Longieren.

Jaaa. Longieren...
Was soll ich sagen? Immerhin steigt sie nicht mehr an der Longe und wir können tausende Runden im Schritt gehen. Kann man vielleicht einen Fortschritt nennen, aber man will ja auch mal weiterkommen.
Die Ursache ist ja eigentlich ganz einfach. Ramona hat keinen Respekt (zumindest beim Longieren) und ich bin zu inkonsequent. Dies zu wissen ist ja erst mal schön und gut. Bestenfalls ergreift man dann entsprechende Maßnahmen dagegen und setzt diese auch um.
Tja und an dem Umsetzen arbeite ich jetzt dran.
Das Wochenende habe ich dann auch nur Bodenarbeit gemacht, habe versucht zu reiten, aber ganz ehrlich, wenn an jeder Ecke ein Baum raschelt, es "stürmt" und das Pferd meint, ständig Haken schlagen zu müssen, macht reiten auch nicht so richtig Spaß/Sinn.
So kam es, dass ich vorwiegend "longiert" habe. Es waren sogar ein paar Trabrunden dabei, aber erst nach einstündiger Diskussion mit Buckeln, überhaupt nicht reagieren und umrenenn wollen. Aber kein Steigen.
Irgendwann kapiert Madame ja, dass sich querstellen nichts bringt.
Meine Hoffnung ist ja, dass es sich einfach so wie mit dem Reiten verhält, wo es ein halbes Jahr gedauert hat, bis wir überhaupt mal galoppieren konnten. Also Ramona irgendwann in 'nem halben Jahr nicht immer erst 'ne Runde am Rad dreht...

Leider bin ich auch wieder in alte Verhaltensmuster zurückgefallen, also wenn's Pferd nicht geritten werden möchte, machen wir halt was anderes. Das hatten wir schon mal ganz am Anfang, als ich Ramona vor anderthalb Jahren bekommen habe und "mein armes Pferdchen sich ja erst einleben musste und man doch nicht so gemein zu ihr sein kann und bla". Gebracht hat das auch nichts. Im Gegenteil und da ich heute wieder Reitunterricht hatte, musste ich ja mal wieder rauf.

Also bin ich gestern geritten, komme was wolle und siehe da, es ist einfacher im Schritt einfach geradeaus zu gehen, an den bösen bösen Bäumen vorbei, als nur Volten und Achten zu machen und das im Trab.
So hat sich also alles wieder zum Guten gewendet.

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