Ja, neuer Versuch und wieder gescheitert.
Dieses Mal haben wir sie sogar sedieren lassen. Die Spritze hat sie sich super gefallen gelassen und trotz des katastrophalen gestrigen Tages (dessen krönender Abschluss der Diebstahl meines Portemonaies und Handys war) war die Moni super lieb, hat sich nichts anmerken lassen und kam wieder ganz vertraut zu mir.
Nach der Sedierung sind wir wieder zum Anhänger gegangen, sie blieb wieder stehen und das Spiel fing wieder von vorne an, außer, dass die aufgrund der Spritze eeetwas ruhiger war.
Erst haben wir es wieder mit vorne führen, hinten Besen und lautes Treiben versucht, es klappte aber nur bedingt. Irgendwann riss sie sich dann doch wieder los und der eh schon angepisste Tierarzt meinte, dass wir eine Trense nehmen sollen. Okay, schnell zum Auto gerannt, diese wieder vorgekramt und aufgetrenst. Neuer Start.
Der Tierarzt wurde immer ungemütlicher und hat es einfach nicht kapiert, dass wenn er da hinten ununterbrochen rumschreit und mit dem Besen wedelt, Ramona erst recht nicht läuft.
Als es dann zu bunt wurde, hat eine Stallkollegin, die mit ihren Pferden auch sehr viel, ich nenne es mal Horsemanship-Sachen macht und manchmal zugegebener maßen echt übertrieben empört ist, wenn ich bei der Arbeit mit Ramona mal etwas eeehm drastischer bin und ich nicht verlegen bin, die Gerte beherzt einzusetzen beim Reiten, gesagt, dass es jetzt reicht. Er regt Ramona bloß noch mehr auf.
Ich habe es nicht mitbekommen, auf einmal ist er aber nicht mehr da gewesen. Er ist gegangen und ehrlich gesagt, soll er auch nicht mehr wiederkommen. Klar, er ist Tierarzt (naja Diplom vet. met. irgendwas) und hat sicherlich mehr Erfahrung als ich, aber abgesehen davon, dass ich schon gehört habe, dass er anderen Pferden aus dem Stall, mit Mauke und Exem "irgendetwas" in einer unbeschrifteten Flasche gegeben hat, was das Pferd überhaupt nicht cool fand, ist er menschlich auch nicht so toll. (Zitat meiner Mutter und einer Freudin von ihr: "Das ist doch ein richtiges Anusloch." und dass ich mich von ihm nicht ärgern lassen muss. Meine Reitlehrerin findet ihn auch nicht cool und die Chefin von Panitzsch, die uns fahren wollte habe ich auch schon die Augen verleiern sehen, als er ihr den Rücken zugedreht hat).
Jedenfalls, waren wir dann zu 5., ohne den Tierarzt, ich habe ganz langsam die Hufe einzeln versetzt, was sehr gut ging, von hinten wurde mit der Longe der Rückweg abgeschnitten und vorne wurde motivierend "gezogen".
DANN stand sie im Anhänger. Viel ruhiger als gestern. (Jaa, die Spritze, aber was solls). Es war perfekt. Bloß noch Klappe zu und losfahren.
Ja, klappe zu. Das sagt man so einfach, drei gezielte Tritte und niemand, der nicht gerade sein Leben aufgeben wollte, konnte die Klappe halten. Ramona war wieder frei.
Noch zwei mal habe ich einfach ohne großes Tamtam Ramona geführt, ganz gezielt auf den Anhänger herauf, aber nee. Jetzt war Schluss.
Das ist nicht einfach nur "schlecht verladbar" das ist irgendein krasses Trauma.
Ich weiß nicht, wie Ramona hergekommen ist, so friedvoll, wie wir es versucht haben, war es bestimmt nicht. Definitiv nicht. Das sagen alle. Ja, ich sehe ja nie das Schlechte im Menschen, will jedem immer eine zweite Chance geben (manchmal auch eine dritte und vierte) aber jetzt bin ich einfach nur empört. WAS muss passiert sein, dass ein Pferd SO eine krasse Panik vor Anhängern hat? Ich verstehe es nicht. Ramona ist so ein total tolles Pferd, aber (ich muss es jetzt so drastisch sagen) von Menschenhand so "versaut" worden.
Mir fehlen einfach nur die Worte.
Noch mehr fehlen mir die Worte für unseren Plan C am Mittwoch. 24 Kilometer reiten/führen, inklusive der Überquerung einer Autobahnbrücke und ihre Pferdefreunde kommen natürlich nicht mit.
Ich bin am Überlegen, einfach alles hinzuschmeißen, wir werden es doch niemals schaffen, dort heil anzukommen...
Das Ende meiner Nerven ist erreicht.
Ich gehe schlafen. Vielleicht ist es alles auch nur irgendein kack Traum...
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