So,
jedenfalls kam da das nächste Straßenschild. Borsdorf 6 km uuuund
A14.
Jep.
DA müssen wir jetzt hin. Nach Borsdorf und über die A14.
Okayokayokayokay.
Jetzt darf ICH mich bloß nicht aufregen. Das wird alles. Wir kommen
da drüber. Anders geht es ja gar nicht. Wenn wir da nicht drüber
kommen würden würde das ja heißen...
NEEEEIN.
Wir
schaffen das. Kurz an den Rand gestellt, sodass die hinter uns
entstandene Kolonne an uns vorbei kann, Devo bleibt mit Abstand
hinter uns und mit "Sunshine In My Soul" ging es los.
(Jaa
für zwei Minuten, kann man ja auch mal als stolze, bekennende
Atheistin dem Lord vertrauen. Vor allem wenn es darum geht, mit dem
Pferd eine Autobahn zu überqueren. Am Vorabend
konnte mich der Herr Papa auch dazu bringen mit ihm und seiner
Freundin zu einem Gospel Konzert zu gehen und in der Schule haben wir
ja auch immer geistliche Sachen gesungen...)
Die
Brücke war auch nicht sehr stark befahren, wir sind einfach
gelaufen, gelaufen, gelaufen ohne irgendwie mal einen Blick zu Seite
zu werfen. (Da war es auch ausgesproche ruhig, dafür, dass es eine
Autobahn ist.)
Einmal
hat sie sich kurz erschrocken, aber Ramona hat sich ja noch nie so
erschrocken, dass sie sich dann vollkommen kopflos losreißt und sich
nicht bändigen lässt.
(Das
mit dem Anhänger war eine Ausnahme okay?)
Und schon haben wir das auch geschafft.
Krasse Kackscheiße.
Jetzt sind es bloß noch drei Ortschaften, nämlich Hirschfeld, Zweenfurth und Borsdorf. Dann sind wir schon in Panitzsch.
JETZT kann echt nichts mehr passieren. Das Krasseste haben wir überstanden.
Maximal noch zwei Stunden, dann sind wir eeeendlich da.
Die beiden letzten Orte vor Borsdorf waren auch recht schnell durchquert.
Zwischen Zweenfurth und Borsdorf gibt es einen Wanderweg, den wir sehr gut gefunden haben, sodass wir vielleicht mal auf 'ner Wiese traben könnten und der Weg auch etwas schattiger ist.
Noch 4 km und wir sind da.
Der letzte Abschnitt war echt wundervoll. Ich fühlte mich wie so ein Sportler oder so jemand, der den Weltrekord in irgendetwas knacken will (von wegen längste Strecke zu Fuß oder so) wobei man die Passanten im vorbeigehen fragt, ob es da lang nach Panitzsch geht und diese bloß nicken, ohne große Wegbeschreibung, weil man eh richtig ist, oder die Leute, die einem bloß zunicken, winken, lächeln und schon zeigen "Da lang! Da lang!" ohne dass man selbst gefragt hat, weil man schon so fame ist und alle schon wissen, das kann bloß die sein.
(So während ich schreibe, muss ich an die eine Szene aus "in 80 Tagen um die Welt" denken, in der die Leute in New York sind, bloß noch ein paar Tage Zeit haben um zurück nach London zu kommen und sie durch so eine Gasse von jubelnden Menschen zum Schiff laufen. Jep. GENAU SO fühlte ich mich...).
Und SCHLIEßLICH kamen wir in Borsdorf an.
Ohje, mittlerweile war ich zwar schon ein paar mal hier, aber diese Ecke kannte ich nicht.
Nocheinmal in die Karte gucken? Näääää. Intuitiv sind wir in die richtigen Straßen eingebogen und endlich erreichten wir den Bahhof. Okay. Absteigen. Züge finde selbst ich unheimlich.
Naja, vom Bahnhof aus brachte ich mit dem Rad vielleicht so 5-10 Minuten, je nach dem wie schnell man fährt, bis zum Stall.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen