Nur noch unter diese Zugunterführung durch.
Einmal kurz skeptisch gucken, dann folgte die Gute mir auf Schritt und Tritt und totaaal entspannt.
Ich dachte, es wird Zeit mal im Stall anzurufen, dass wir am Bahnhof sind. Es sich also nur noch um Stunden handeln kann, aber irgendwie waren die Netze überlastet. Naja, sie werden es schon mitkriegen. :D
Nur die Mama konnte ich erreichen, bei der ich mich eigentlich den ganzen Tag nicht melden und sagen soll, wo wir sind. Dann konnte sie sich aber nicht mehr halten und wollte (schon in Liebertwolkwitz) wissen, ob wir jetzt WIRKLICH auf Wanderschaft sind.
Ja, sind wir.
Direkt danach bin ich wieder aufgestiegen. JETZT reite ich nur noch. Ich kann nicht mehr laufen. Meine Füße sind tot. Den Weg kannte ich zu gut.
Eine Kremserkutsche hat Ramonas Aufmerksamkeit kurz abgelenkt, aber soll sie doch wiehren und gucken. Solange sie mit mir rechts abbiegt und nicht links, wie die Kutsche ist mir das herzlich egal.
Jetzt müssen wir eigentlich bloß noch geradeaus.
Ein paar Motorräder mussten uns unbedingt zeigen, dass sie mehr PS haben als wir, aber ganz ehrlich. Ramona MUSS jetzt einfach so ein abgehärtetes Pferd sein. Anders geht es doch gar nicht.
Die große letzte Kreuzung war ein Klacks. ganz ruhig standen wir an der Ampel, zwischen ein paar Fußgängern und Fahrradfahrern, die uns bloß angegrinst haben. Sie scheinen Pferde an der Ampel gewöhnt zu sein.
(Da gibt es auch eine tolle Geschichte von meiner Reitlehrerin, wie sie mit Bodego (auf dem ich meine Reitabzeichenprüfung gemacht habe) vom Landgestüt Prussendorf, an der Ampel vor der Arena Leipzig steht. Es geht einfach um die Tatsache, wie einfach voll random ein Pferd mit Reiter in der leipziger (semi) Innenstadt steht.)
Naja, Die Moni hatte dann Bock zu traben. Okay, lassen wir sie traben, sind wir schneller da. Es ist bloß noch ein fucking Kilometer.
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